Beispiel:
Du hast noch keine Fahrerlaubnis und legst an einem Tag die theoretische Prüfung für die Klassen A und B ab.
Du musst den Grundstoff und die klassenspezifischen Fragen der Klasse B und die klassenspezifischen Fragen der Klasse A beantworten.
Du bekommst nach der Prüfung folgendes Ergebnis:
Grundstoff: 5 Fehlerpunkte
Zusatzstoff A: 7 Fehlerpunkte
Zusatzstoff B: 3 Fehlerpunkte
Das führt zu folgenden Konsequenzen:
Führerscheinklasse A ohne Erfolg (5+7=12 Fehlerpunkte)
Führerscheinklasse B mit Erfolg (5+3=8 Fehlerpunkte)
Der Grundstoff wird zwar nur einmal geprüft, die Fehlerpunkte zählen aber für alle Führerscheinklassen (in diesem Fall A und B), die gleichzeitig geprüft werden.
Bei der nächsten Prüfung für die Klasse A wirst du erneut in Grund- und Zusatzstoff geprüft.
Du musst also den Grundstoff nochmals beantworten, obwohl du in der ersten Prüfung nur 5 Fehlerpunkte hattest.
Der Grundstoff enthält in diesem Fall statt 20 nur 10 Fragen, weil du Klasse B bereits in der ersten Prüfung bestanden hast und daher nun als Vorbesitz gilt.
Die Klasse A wird in diesem Fall als erweiterte Führerscheinprüfung definiert.
Das Ergebnis deiner theoretischen Prüfung teilt dir der Prüfer direkt im Anschluss mit.